Sehenswürdigkeiten, Natur und Landschaft
Bauwerke und Gebäude
Im Markt Jettingen-Scheppach stellt eine Vielzahl an Kirchen und sakralen Bauwerken die Zugehörigkeit zum „Schwäbischen Barockwinkel“ eindrucksvoll unter Beweis. Vor allem die Pfarrkirchen in Scheppach, Ried und Schönenberg wie auch die Wallfahrtskirche Allerheiligen weisen eine schöne und bedeutsame Architektur und historische Bausubstanz auf. Auch die Epitaphien der "Ritter von Stain" und die "Blutskapelle" in der Pfarrkirche Jettingen, die St.-Michaelskapelle neben der Pfarrkirche Jettingen, die Gruftkapelle der Fam. Graf von Stauffenberg auf dem Friedhof im OT Jettingen, die Kreuzwegstationen auf dem Allerheiligenberg im OT Scheppach und die St.-Sebastianskappelle im OT Ried zählen zu den historischen Schätzen und Baudenkmälern in der Gemeinde. Ebenso sehens- und bemerkenswert sind die modernisierten Pfarrkirchen in Jettingen und Freihalden.


Auch viele andere historische Gebäude, wie das Schloss Eberstall (in Privatbesitz), das (ehem. "Stauffenberg"-) Schloss Jettingen (in Privatbesitz) und das Schloss Klingenburg (ebenfalls in Privatbesitz) sowie zahlreiche Bürgerhäuser zeugen vom Schaffen der Vorfahren.


Natur und Landschaft
Wer wandern oder Rad fahren und dabei die Vielfalt einer wohlerhaltenen Naturlandschaft erleben will, wird Jettingen-Scheppach gerne als Ausgangspunkt wählen. Es liegt am Eingang zum "Naturpark Augsburg - Westliche Wälder".




Torferlebnispfad und Landschaftsschutzgebiet Bremental
weitere Informationen finden Sie hier
"Arboretum Freihalden" (Wald- und Baumlehrpfad)
siehe Freizeitmöglichkeiten -> Wissen -> Arboretum Freihalden
Naturpark „Augsburg Westliche Wälder“ mit zahlreichen Wanderwegen
siehe Freizeitmöglichkeiten -> Wandern
Naturdenkmal "Hebsack-Eiche" im Scheppacher Forst
Welche Geschichten könnte die Hebsack-Eiche erzählen, wenn sie sprechen könnte? Seit
rund 375 Jahren steht die mächtige Eiche im Hebsack bei Jettingen-Scheppach, oberhalb
der Wallfahrtskirche Allerheiligen.
Als sie am Ende des Dreißigjährigen Krieges keimte, gehörte das Gebiet noch zu
Vorderösterreich. Direkt an ihr führte der niederländische Postkurs von Brüssel nach Trient
vorbei; eine der ersten dauerhaft betriebenen europäischen Postrouten. In Scheppach befand
sich damals eine Poststation, an der Reisende und Postkutschen Halt machten.
Erst als die Eiche etwa 150 Jahre alt war, wurde das Gebiet nach den Siegen Napoleons
über die Habsburger bayerisch. Sie erlebte den Bau der Bahnstrecke Augsburg–Ulm im Alter
von rund 200 Jahren, die Gründung der Waldgemeinschaft Scheppach im Jahr 1882 sowie
die tiefgreifenden Veränderungen der Industrialisierung. Sie überstand zwei Weltkriege,
wurde im Alter von 300 Zeugin der Entstehung der Bundesrepublik Deutschland und erlebte
1974 die Gründung des Naturparks Augsburg – Westliche Wälder.
Die meisten Geschichten, die sich unter ihren Ästen abgespielt haben, wird die Hebsack-Eiche wohl für immer für sich behalten. Seit 2026 erzählt jedoch eine neue Infotafel einen Teil ihrer
beeindruckenden Geschichte. Sie informiert über das Alter des Baumes, seine ökologische
Bedeutung und seine enge Verbindung zum historischen Postweg sowie zur lokalen
Geschichte.
Mit der neuen Tafel wird die Hebsack-Eiche nicht nur als beindruckender Baum, sondern
auch als lebendiges Zeugnis der Vergangenheit erlebbar. Sie lädt Besucherinnen und
Besucher dazu ein, innezuhalten und sich vorzustellen, welche Menschen hier im Laufe von
fast vier Jahrhunderten vorbeigekommen sind und welche Geschichten sich an diesem Ort
zugetragen haben.
Und wer weiß – vielleicht kommen in den nächsten 600 Jahren noch viele weitere
Geschichten hinzu. Eichen können ein Alter von rund 1.000 Jahren erreichen. Mit der
Aufmerksamkeit und Pflege durch die Menschen, die sich heute und in Zukunft um ihren
Erhalt kümmern, kann die Hebsack-Eiche noch viele Jahrhunderte als stiller Zeuge der Zeit
die Geschichte des Hebsack und von Jettingen-Scheppach weiterschreiben.
Jettingen-Scheppach als Storchenparadies
Seit
jeher befindet sich auf dem Dach des Rathauses im OT Jettingen ein
Storchennest. Mittlerweile brütet jedes Jahr aufs neue
unser Storchenpaar unter großer Anteilnahme der Bevölkerung seine Küken
aus und sorgt so für ständigen Nachwuchs. Seit April 2014 lassen sich
unsere Störche dabei sogar live mittels Kamera ins Nest schauen...
siehe STORCH-WEBCAM.
Damit sich die Störche in Jettingen-Scheppach wohl fühlen, wurden in der Vergangenheit eine Vielzahl von Storchenbiotopen im "Bremental" angelegt und auch der "Hopfenweiher" im OT Jettingen wurde storchengerecht regeneriert.
Nachdem unser männlicher Storch vermutlich aus einer Storchenaufzuchtstation stammt und von daher seinen Reisetrieb verloren hat, treten nur die Jungstörche im Herbst die lange Reise gen Süden an, während beide Storcheneltern bereits seit einigen Jahren sogar in Jettingen-Scheppach überwintern. Sollten sie dabei wegen Schnee und Eis einmal Schwierigkeiten mit der Nahrungssuche bekommen, werden sie von unseren Bauhofmitarbeitern liebevoll mit frischem Fleisch und sonstigen Leckereien versorgt. Damit leistet der Markt einen echten und wichtigen Beitrag zur Arterhaltung unserer Weißstörche
Weitere Informationen zum Thema "Weißstorch" finden Sie auf den Internetseiten des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)
Der Storch stellt aber nicht nur in Jettingen-Scheppach, sondern im gesamten Landkreis Günzburg einen wahren Sympatieträger dar. Nicht umsonst ziert er unser Gemeindelogo und dient als "Mona Mindel" (neben dem Frosch "Kalle Kammel" und dem Biber "Gustel Günz") als Maskottchen für die Kinder- und Familienregion Landkreis Günzburg.
Vogelwelt im Mindeltal
Die Vogelvielfalt im
Mindeltal hat Herrn Stefan Böhm dazu inspiriert, die hier vorkommenden
Arten in einem gleichnamigen Buch zu beschreiben und so das Interesse an
der Ornithologie auch bei Laien zu wecken. Anhand dieses Buches kann
jedermann die vielen Vogelarten in ihren Lebensräumen rund um den
Mindelstausee und im Bremental entdecken, beobachten und bestimmen.
Das Buch kann beim Schreibwarengeschäft Böck, Hauptstr. 36, 89343 Jettingen-Scheppach erworben werden.

